Pferde werden ständig von Fliegen, Mücken Bremsen und Zecken belästigt. Daher möchten wir gerne etwas darüber Informieren, mit welchen stechenden und beißenden Insekten Ihre Pferde es zu tun haben:

Beginnen möchten wir mit der Kriebelmücke, weitere Infos folgen in Kürze.

Die Kriebelmücke:

Von den 50 in Deutschland bekannten Arten der weltweit 1550 vorkommenden Kriebelmückenarten sind insbesondere die Similium equinum und Similium erythrocephalum für die Pferde gefährlich.

Ab dem Frühjahr bis in den November bilden sich bis zu 6 Generationen von Kriebelmücken. Ausschließlich die Weibchen ernähren sich notwendigerweise zur Ei-Entwicklung vom Blut von Säugetieren. Einen geeigneten Wirt finden sie sowohl durch ihren Geruchssinn als auch optisch. Kriebelmücken sind „Poolsauger“. Sie erzeugen zunächst eine größere Wunde, in der sich Blut sammelt, welches sie dann aufsaugen. Dabei injizieren sie dem Wirt Speicheltoxine mit gefäßschädigender Wirkung, die u. a. zu nadelstichartigen Blutungen in der Haut (Ohr, Bauchhaut, Euter, Vulva etc.), petechialen inneren Blutungen (punktförmige Einblutungen ins Gewebe) in verschiedenen Organen, Ödemen der Subkutis und inneren Organe (Lungenödem) sowie Koordinationsstörungen führen können.

Bei einem Massenbefall durch Kriebelmücken sind sogar Todesfälle innerhalb weniger Stunden möglich. Die Kriebelmücken gelten als Hauptauslöser des Sommerekzems bei Pferden. Mögliches Indiz für einen Befall kann rastloses Hin- und Herlaufen, ständiges Schlagen mit Kopf und Schweif sowie andauerndes Kratzen und Scheuern des Pferdes sein. Mit Hilfe der von uns empfohlenen, kontinuierlichen Anwendung von KerbEX Spezial und KerbEX können Sie Ihrem geliebten Vierbeiner Linderung verschaffen und einen wirksamen Schutz vor dem Befall durch Kriebelmücken bieten.

Die Pferdebremse

Die Tiere werden 19 bis 24,5 Millimeter lang und haben eine graubraune Körpergrundfarbe. Der Thorax ist olivbraun bis grau gefärbt und trägt drei undeutliche, helle Längslinien. Die Segmente des Hinterleibs sind dunkelbraun und haben jeweils hinten einen schmalen hellbraunen Rand, der seitlich am Körper etwas breiter ist. Auf der Oberseite des zweiten bis fünften Segments befindet sich genau in der Mitte dieses Randes jeweils ein nach vorne gerichtetes Dreieck. Ihre Facettenaugen sind einfarbig dunkelbraun, was sie hauptsächlich von der ähnlichen, etwas kleineren Rinderbremse (Tabanus bovinus) unterscheidet, die grüne Augen hat.
Vorkommen
Die Tiere sind in der gesamten Paläarktis verbreitet. Sie kommen besonders um Pferde- und Rinderweiden von Juni bis August vor.
Lebensweise
Wie bei fast allen Bremsen saugen nur die Weibchen Blut, dies vor allem von Pferden und Rindern. Die Tiere fliegen mit einem tiefen und deutlich hörbaren Brummen. Die weißen, länglichen Eier werden in flachen ungeordneten Häufchen an Pflanzen abgelegt. Die daraus schlüpfenden weißlich-grünbraunen Larven besitzen Kriechwülste. Sie leben in der Erde und fressen sowohl verrottendes Pflanzenmaterial, als auch kleine Lebewesen, die durch Gift getötet werden. Injiziert wird dieses über die Mundwerkzeuge.
Pferdebremsen als Krankheitsüberträger
Pferdebremsen sind als mechanische Überträger (Vektoren) des zu den Lentiviren gehörenden EIA-Virus ermittelt worden. Ihr Saugrüssel ist groß genug, diese Viren in für eine Infektion ausreichender Menge jeweils wie in einer Injektionskanüle innen und außen zu speichern. Wird eine Blutmahlzeit an einem EIA-Virus-infizierten Tier unterbrochen, können sie an ihren Mundwerkzeugen haftendes infektiöses Blut auf kurze Distanz innerhalb von etwa 30 Minuten auf ein benachbartes, noch nicht infiziertes Tier übertragen.

Des Weiteren wird die Pferdebremse als gelegentliche Überträgerin von Borrelien genannt, die die Krankheit Lyme-Borreliose auslösen.

Quelle: Wikipedia